YOGADUDE

Der Echte-Männer-machen-Yoga-Blog.

Kamera vs. Karma – das alles ist mir beim Online-Yoga passiert

Wenn schon, denn schon.

Eine der wenigen Regeln, die mir wichtig sind, lautet: Wenn man etwas macht, sollte man es richtig machen. Und deshalb gebe ich im Moment auch richtig Gas in Sachen Online-Yoga. Ein ordentliches Setting, hochwertige Qualität und die ganze Organisation drumherum. Ich will nicht jammern, aber in Sachen Arbeitszeiten bin ich froh, wenn der Corona-Quatsch endlich vorbei ist. Meine Messlatte für Online-Yoga hängt aber auch ganz schön hoch. Schon vor der Krise habe ich regelmäßig selbst vor dem Laptop Yoga praktiziert. Meistens mit der allseits beliebten Mady Morrison und ihrer bezaubernden Stimme. Von Mady schaue ich mir nicht nur lässige Moves für meinen Unterricht ab – auch in Sachen Look und Produktion kann man viel von ihr (und ihrem Instagram Boyfriend) lernen. Liebe Mady, wenn du das hier liest, melde dich gerne. Der Yogadude ist dein Fan und ich versuche, dich nicht zu offensichtlich zu imitieren!

Na jetzt aber.

Okay, genug geschleimt. Worauf ich eigentlich hinaus wollte, ist, dass ich mir größte Mühe gebe, Dinge eben so gut zu machen, wie ich kann. Kuchen backen, zum Beispiel (kann ich super). Oder das Fahrrad putzen (geht so). Oder aber vor der Kamera herumzuturnen und Asanas aneinander zu reihen. Aber auch hinter der Kamera bin ich bei SHIVA SHIVA YOGA sehr aktiv. In den ersten beiden Wochen der freistaatlich verordneten Studioschließung habe ich nicht nur jede Klasse einzeln vor Ort vorbereitet. Nein, ich war auch die ganze Zeit vor Ort. Und diese Zeit war keineswegs verschenkte Zeit, in der ich nur kontrolliert habe, ob der Livestream noch läuft (tat er immer). Nein, ich habe die Zeit natürlich genutzt für (mehr oder weniger) sinnvolle andere Aktivitäten.

Sieben Dinge, die ich beim Online-Yoga hinter der Kamera getan habe:

1. Yoga geübt
Das offensichtliche, wenn du bei einer Yogaklasse zuschaust, ist natürlich einfach mitzumachen. Und das habe ich auch einige Male getan. Allerdings war das fast noch schräger, als alleine vor der Kamera zu unterrichten.

2. Hotline gespielt
Besonders am Anfang ging der Link zum Livestream leider nicht immer pünktlich an alle Teilnehmer raus (sorry nochmal). Und auch das Anmelden und einchecken fiel nicht allen TeilnehmerInnen so leicht. Darum habe ich im Studio während der Live-Klassen sehr viel Zeit damit verbracht, Mails zu beantworten und die Buchhaltung zu organisieren.

3. Bier getrunken.
Fernsehen macht durstig, das weiß man ja. Selbst wenn kein Fußball läuft. Deshalb habe ich mir ab und zu hinter der Kamera auch mal ein Bier gegönnt. Aus yogischer Sicht eventuell fragwürdig. Aber irgendwer muss ja auch die lokalen Brauereien in der Krise unterstützen.

4. Muskeln aufgebaut.
In der zweiten Woche, als die Nerven langsam schon blank lagen, habe ich angefangen während einer Klasse einer anderen Lehrerin Liegestütze zu machen. Die Kollegin fand mein Gekeuche aber nur so mittel und so hab ich das recht schnell wieder gelassen.

5. Das Klo gestrichen.
Wann, wenn nicht jetzt? Die Studiotoilette hat (leider etwas zu spät) einen Papierhandtuchspender bekommen. Und im Rahmen der Montagearbeiten habe ich dann gleich noch die ganze Wand neu angestrichen. Vielleicht hätte ich wichtigere Dinge tun können in der Zeit. Aber ich bin aus Baden-Württemberg und Ordnung muss sein. 

6. Geschlafen.
Ja, ich habe immer noch kleine Kinder. Und nein, sie schlafen immer noch nicht besonders gut oder lange. Und darauf schiebe ich auch die Tatsache, dass ich während der Klasse einer Kollegin eingeschlafen bin. Immerhin war es in Savasana.

7. Kein einziges Wort geschrieben
Okay, das schmerzt. Durch den ganzen Stress im eigenen Yogastudio kam dieser Blog sowieso schon zu kurz. Seit Corona ist ans Schreiben aber fast nicht zu denken. Denn neben der ganzen Yoga-Maloche kümmere ich mich ab und an auf noch um meine Familie. Da bleibt für den YOGADUDE leider etwas wenig Zeit. Aber es passiert auch nicht gerade viel Schönes, worüber man schreiben könnte.

 

The Show must go on.

Ich mache ungern halbe Sachen. Deshalb leide ich darunter, dass ich nicht so viel blogge, wie ich gerne würde. Aber mit dem ganzen YouTube-Gedöns haben sich dann auch neue Möglichkeiten ergeben. Vor zwei Wochen habe ich die erste Folge meiner kleinen Notstands-Yoga-Online-Show gestartet. Diesen Sonntag um 19:30 gibt es auf YouTube und Instagram die zweite Folge von YOGADUDE TV. Außerdem hat man mich diese Woche recht spontan nach Köln eingeladen (schon die 600 Kilometer auf einer gespenstisch leeren Autobahn waren die Reise wert), um für eine Plattenfirma ein paar Metal Yoga Clips zu drehen. Inklusive Sicherheitsabstand übrigens. Es war super aufregend und ich bin schon sehr gespannt auf die Ergebnisse. Aber egal, wie viel Spaß ich gerade daran habe, vor der Kamera herum zu hüpfen, oder dahinter Bier zu trinken – mir fehlt der „normale” Yogaunterricht jeden Tag mehr. Mit lieben Menschen, die ins Studio kommen, denen man in die Augen schauen kann und die außer ihren Schweiß auch jede Menge positiver Energie auf der Matte zurücklassen. Wenn man etwas macht, sollte man es richtig machen. Und dazu gehört für mich beim Yoga eben auch der direkte persönliche Kontakt. Wann das wieder soweit ist, weiß ich leider auch nicht. Aber ich zähle schon mal die Tage. Namaste.

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