Wo die Liebe hinfällt – Flirt-Tipps fürs Yogastudio

Von der Matte in die Kiste?

Klarer Fall: Einige Männer praktizieren in erster Linie Yoga, um Frauen kennen zu lernen. Und wahrscheinlich finden viele Yoginis uns Yogadudes auch sexy (wahrscheinlich wegen der Leggings). Dazu kommt, dass im Yogastudio Spiritualität und Liebe auf Musik, körperliche Aktivität und knappe Outfits treffen. Nicht die schlechteste Umgebung, um die nächste Flamme klar zu machen. Wenn du hier dein Glück versuchen willst, solltest du aber unbedingt folgende Punkte beachten.

Sei bei der Sache

Zu allererst: Eine Yogaschule ist keine Single-Börse. Und selbst wenn du das anders siehst, solltest du wenigstens glaubhaft so tun, als ob du ernsthaft Yoga üben wolltest. Also streng dich gefälligst an, probiere alle Asanas wenigstens mal aus und chante so laut (und gut) du kannst. Nichts ist abtörnender als jemand, der offensichtlich keine Lust hat mitzumachen, während man selbst hoch motiviert im Flow ist.

Lächle

Stell dich vor den Spiegel. Guck zuerst mega-angestrengt und verbissen. Guck dann irgendwie müde oder genervt. Jetzt lächle. Welches dieser drei Gesichter hat dir am besten gefallen? Eben. Also lächle, auch wenn der Schmerz in der Rückseite deiner Oberschenkel noch so stark ist. Der lässt auch wieder nach, die Liebe bleibt (hoffentlich).

Ballons

Mach dich nicht zum Affen

Du kannst im freihändigen Kopfstand mit deinen Füßen eine Yogadecke zusammenfalten und dabei ein seit Jahrhunderten als verschollen geltendes Mantra chanten? Cool. Aber leider mag niemand (wirklich niemand) Angeber und wenn du auf diese Weise jemanden kennen lernen willst, bist du wahrscheinlich 13 Jahre alt. Wenn du aber ein echter Yoga-Crack bist, merken es sowieso alle, weil du jede Asana perfekt ausführst und dabei keinen Tropfen Schweiß vergießt.

Lass deine Hände, wo sie sind

Dieser Ratschlag gehört eigentlich in den Post „Yoga und dein gesunder Menschenverstand“ (kommt noch), deshalb in aller Kürze noch einmal: Lass deine Hände, wo sie sind.

Sei still

Egal, wie witzig oder romantisch (oder von mir aus intelligent) du auch bist: Manchmal muss man einfach seine Klappe halten. Mir persönlich ist es zum Beispiel relativ egal, wer neben mir auf der Matte liegt – in Shavasana am Ende der Klasse bin ich ganz alleine mit mir, das sind heilige Minuten der Ruhe in meinem Leben. Also: Schnauze, so lange ich hier mit geschlossenen Augen liege. Dasselbe gilt eigentlich für die ganze Yogaklasse, in der Tiefenentspannung aber ganz besonders. Vor oder nach der Klasse gibt es immer noch genügend Möglichkeiten, lässige Sprüche und Komplimente zu platzieren, glaub mir.

Starre nicht

Diese Regel gilt nicht nur fürs Yogastudio, sondern für dein ganzes Leben, immer und überall. Wer angestarrt wird, fühlt sich wie ein Unfallopfer auf der Autobahn und das will niemand. Wenn du glaubst, durch starren etwas zu erreichen, dann hast du unter Umständen auch ein hohes Stalker-Potenzial, was nicht nur auf Yogachicks und -dudes eher furchteinflößend als herzerweichend wirkt.

StreetArt

Sei sauber

Wenn du ernsthaft jemanden in der Yogaklasse kennen lernen willst, solltest du nicht wie ein Bauarbeiter riechen, der nach der Arbeit noch drei Stunden in der Kneipe war. Wenn du genau dieser Bauarbeiter bist, musst du eventuell noch mal kurz unter die Dusche bevor du zum Yoga gehst. Für alle anderen gilt: Normale Körperpflege (Deo!) und frische Yogaklamotten.

Sei realistisch

Die meisten Yogi/nis sind während und vor allem nach der Yogaklasse einfach glücklich (weswegen gute Yogalehrer nach 60 Minuten in viele lächelnde Gesichter schauen). Wenn du also zufällig Augenkontakt mit jemandem hast und sie oder er dich anstrahlt, dann kann es sein, dass diese Person total auf dich steht. Oder auf Yoga.

Lass dir Zeit

Wenn du immer dasselbe Yogastudio besuchst, triffst du auch immer wieder dieselben Leute. Nimm dir also die Zeit, jemanden etwas kennen zu lernen, bevor du sie oder ihn gleich zum Essen einlädst.

Sei kein Freak

Egal, wie wichtig dir das Spirituelle an Yoga ist: Übertreib es nicht. Zumindest nicht am Anfang. Es besteht immer die Chance, dass dein gegenüber nicht ganz so tief in der Materie ist und dich – sagen wir mal – seltsam findest, wenn du ihn oder sie zu dir nach Hause auf eine energetische Chakra-Reinigung mit Licht und Liebe einlädst.

Ich hoffe, diese Tipps helfen dir, dein Liebesglück in der Yogaklasse zu finden. An lieben (und durchtrainierten) Menschen mangelt es sicher nicht, die meisten Yogis sind ja wirklich nett und eigentlich auch kontaktfreudig. Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei, deine Traumfrau bzw. deinen Traummann zu treffen und erfolgreich anzusprechen. Namaste!

 

Fotos von Liza-Anneth Meinhof 🙂

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