Was deine Partnerin an deinem Yoga nerven könnte

Wenn du in einer festen Beziehung lebst und regelmäßig Yoga praktizierst, kann es sein, dass deine Partnerin (oder dein Partner) das richtig toll findet. Dein Körper ist ganz gut in Form, du bist psychisch voll auf der Höhe und dank deiner Yogapraxis machst du nicht nur auf der Matte, sondern auch im Bett eine gute Figur. Es kann aber auch sein, dass deine bessere Hälfte nicht in jeder Sekunde eurer Beziehung dein Yogaglück teilt. Das könnte, unter anderem, folgende Gründe haben:

Du verlässt das Bett zu den unmöglichsten Zeiten.

Morgens noch gemütlich kuscheln oder lieber um 6:00 raus, damit du vor der Arbeit noch 90 Minuten auf die Matte kannst? Für dich ist das gar keine Frage, für deine Partnerin, die unter Romantik etwas anderes versteht als die ersten Sonnenstrahlen, die deine Fußspitzen berühren, vielleicht schon.

Du planst dein komplettes Leben so, dass du möglichst viele Yogaklassen besuchen kannst.

Die Party kommt gerade so richtig gut in Fahrt und du willst nach Hause, weil du am nächsten Morgen die Yin Yoga Klasse nicht verpassen willst? Du wählst deinen Urlaubsort so, dass sich in unmittelbarer Nähe ein akzeptables Yogastudio befindet? Du denkst ernsthaft über einen Teilzeitjob nach, damit du endlich die Ausbildung zum Yogalehrer machen kannst? Für dich ist das ganz normal, aber ist es das auch für deine Freundin?

Yogadude am Strand
Endlich mal Urlaub mit der Familie am Strand.

Du bist ständig mit attraktiven Frauen auf engstem Raum zusammen.

Für manche Männer überhaupt erst der Grund, Yoga zu praktizieren: Viele junge, attraktive, verschwitzte, glückliche Frauen bei körperlicher Aktivität in deiner unmittelbaren Nähe. Allerdings bedeutet das erst mal gar nichts, denn in 90% aller Yogaklassen rollt neben mir „der andere Mann“ seine Matte aus und außerdem konnte ich bisher äußerst wenige Flirt-Momente in der Yogaklasse identifizieren. Aber erklär das mal bei 90% Frauenanteil deiner Freundin …

Du willst ständig gelobt werden, weil du eine neue Asana kannst.

Diese Woche ist es mir endlich gelungen auf dem SUP-Board einen halbwegs stabilen Kopfstand zu machen (ca. 3 Sekunden). Und was war ich froh, dass meine Frau gerade hingesehen hat! Denn jeder Yogi ist stolz auf sich, wenn er eine neue körperliche Herausforderung gemeistert hat und lässt sich gerne den Kopf dafür tätscheln. Auch wenn die Partnerin grad eigentlich ganz andere Dinge (wie z.B. die übervolle Windel eures Sohnes) im Kopf bzw. in ihren Händen hat.

Buddha Street Art
Yogis haben so viele Interessen: Street Art zum Beispiel.

Deine Partnerin muss ständig Fotos von dir beim Yoga machen.

Auch wenn du keinen eigenen Blog betreibst, muss deine Gefährtin immer wieder Fotos von dir für Facebook oder Instagram knipsen. Denn die hohe Kunstform des Selfies ist beim Yoga leider starken körperlichen Grenzen unterworfen und du willst doch niemandem vorenthalten, dass du deinen Fuß endlich hinter den Kopf bekommst, oder?

Dein Freundeskreis verändert sich.

Wenn du in deinem engeren Freundeskreis der einzige Yogadude bist, gehst du den anderen Jungs wohl oder übel mit deinem Yogatalk auf die Nerven. Aber dafür hast du aber jetzt jede Menge neue tolle Leute kennengelernt! Wenn mir vor zwei Jahren jemand gesagt hätte, dass ich einen wunderbaren Abend mit Yogalehrerinnen und -bloggerinnen, einer Ernährungsberaterin und einer Astrologin verbringe, hätte ich ihn höchstwahrscheinlich für verrückt erklärt. Vor zwei Wochen ist aber genau das passiert und ich freue mich schon jetzt auf’s nächste Mal.

Du gibst wirklich viel Geld für Yogaklamotten aus

Und zwar mehr als deine Partnerin monatlich für Schuhe raushaut. Das 15. Tank-Top aus ökologisch korrekter Funktionsfaser für sage und schreibe 79 Euro? Kein Problem, gönn dir. Eine Yoga-Shorts, die auf den ersten Blick von der klassischen Sportbuxe vom Mode-Schweden nicht zu unterscheiden ist für weitere 99 Kröten? Musst du haben! Am Anfang habe ich mit meiner 19-Euro-Matte und der alten Jogginghose wirklich gedacht, Yoga wäre ein billiger Freizeitspaß. Ich Narr.

Dein Outfit lässt zu wünschen übrig.

Obwohl du so viel Kohle für deine Yoga-Outfits ausgibst, gehst du im Schlabberlook und Flip-Flops zum Bäcker. Warum? Weil es bequem ist und das ist doch das Wichtigste. Ich wohne aktuell in Berlin-Neukölln und habe damit das Glück, dass ich selbst mit einer goldfarbenen Leggings und einem bauchfreien Stretch-Top noch relativ unauffällig einkaufen gehen könnte. Falls du irgendwo anders auf der Welt wohnst: Hab Nachsicht mit deiner Freundin. Und nehme sie zum Yoga mit.

Du trägst ständig ihre Leggings

Oder auch nicht, das bleibt Geschmacksache.

 

PS: Diese Liste basiert nicht (nur) auf meinen persönlichen Erfahrungen und meine Frau wird mich nach diesem Artikel immer noch fotografieren. Das muss Liebe sein.

Deshalb: Fotos von der äußerst verständnisvollen Liza Meinhof.

2 Gedanken zu „Was deine Partnerin an deinem Yoga nerven könnte&8220;

  1. Eifersucht… auf die Mädels im Yogastudio.

    Neid… auf den Körper des 3-Mal-die-Woche-Yogi, der seine Problemstellen schneller los wird als die Gelegenheits-Yogini.

    Sehnsucht…nach der inneren Ruhe des Partners, die nur ihm vorbehalten ist.

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