Studio-Check – YOGA at Lobe Block Berlin

Verdamp lang her.

Ich muss mich jetzt mal ganz offiziell bedanken. Und zwar beim Studio-Check, einer Rubrik, die es beim YOGADUDE schon von Anfang an gab. Der erste Studio-Check erschien am 12. Mai 2016, in der Zwischenzeit habe ich mir etliche Yogastudios im In- und Ausland angeschaut und von meinen Erfahrungen berichtet. Immer knallhart, immer ohne Bezahlung und deshalb auch immer ganz schön neutral. Wobei das mit der Neutralität wirklich relativ ist. Denn wenn ich mich mal in ein Yogastudio verliebt habe, verliere ich natürlich ein Stück meiner Objektivität (das muss meiner Frau übrigens mit mir ganz ähnlich gegangen sein, hihi). Also jetzt nochmal ganz offiziell und vor Zeugen: Vielen Dank, lieber Studio-Check. Du hast mich auch im Urlaub in schöne, teilweise außergewöhnliche Yogaschulen getrieben und dem Blog einige lesenswerte Beiträge verschafft. Allerdings gab es in den letzten Monaten immer weniger Studio-Checks. Das hat aber weniger damit zu tun, dass ich seltener zum Yoga gehe, sondern eher damit, dass ich verwöhntes Ding mittlerweile nicht mehr ganz so leicht zu beeindrucken bin (geht meiner Frau mit mir wahrscheinlich auch so, höhö).

In the Ghetto.

Die meisten Leute, die als Touri nach Berlin kommen, sehen dieselben Dinge: Alexanderplatz, Brandenburger Tor und Potsdamer Platz am Tag – Restaurant in Mitte, Bars in Neukölln und Berghain (bzw. die Schlange davor) bei Nacht. Was die wenigsten Hauptstadt-Touris zu sehen bekommen, ist der gute alte Wedding. Selbst als ich noch in Berlin gelebt habe, war ich eigentlich nur wegen meines alten Band-Proberaums dort. Und war froh, nachts wieder zuhause im sicheren Neukölln zu sein, denn der Proberaumkomplex wurde von russischen Dealern und ihrer eher zweifelhaften Kundschaft (Nadeln!) in Beschlag genommen. Geschäftlich, versteht sich. Umso mehr hat es mich gefreut (überrascht/schockiert), ausgerechnet im Wedding eine wahre Perle von einem Yogastudio zu entdecken. Ein Kleinod geradezu, eine wahre Schönheit, einen magischen Kraftort, ein spirituelles Refugium. Ach, was sag ich: Ein Tempel für Körper und Geist, ein kleines Königreich der Meditation. Das einzig wahre und eigens erbaute Zentrum der Hauptstadt (wenn nicht sogar der Welt) für alle, die auf der Suche nach der Wahrheit, sich selbst und dem Sinn des Lebens sind.

Verdammt, ich lieb dich.

Klinge ich schon wieder verliebt? Vielleicht ein bisschen. Aber ich habe meine journalistische Neutralität gleich wiedergefunden, auch wenn das in diesem Fall gar nicht so einfach ist. Denn das YOGA at Lobe Block Studio (Das ist ihr Name – wunderschön, oder?) sieht ungefähr so aus wie das Yogastudio, das ich mir selbst bauen würde, wenn ich die Kohle dafür hätte: Sichtbeton, warmes Holz, ein großer offener Bereich zum Ankommen, eine Umkleide mit Duschen und ganz viel Tageslicht in den beiden Übungsräumen. Als Bonbon gibt es außerdem noch einen Massage- bzw. Behandlungsraum und (das ist wirklich der Oberhammer) eine riesige Terrasse, auf der im Sommer Klassen stattfinden können! Es kann sich wirklich sehen lassen, dieses YOGA at Lobe Block. Eigentlich muss sich das ganze Gebäude nicht verstecken, in dem das Studio sich befindet. Der Lobe Block ist ein Monument des Brutalismus, das aus vielen Tonnen Beton zu einer Art riesiger Treppe gegossen wurde. Und letztes Jahr nach liebevoller Komplettsanierung neu eröffnet wurde und inzwischen neben dem YOGA at Lobe Block relativ viel Kreativ-Business und ein leckeres Restaurant beheimatet. Mitten im Wedding, zwischen Gesundbrunnen und Pankstraße.

Whatever you want.

So verliebt ich in die Räumlichkeiten bin: Vom Programm konnte ich leider noch nicht so wirklich viel selbst testen. Im Angebot ist aber schon jetzt (das YOGA at Lobe Block ist ja um einiges jünger als ich) ein abwechslungsreiches Programm mit aktuell 15 Klassen pro Woche: Ashtanga, Strala, Hatha, Forrest, Vinyasa und Selfcare Yoga. Und etwas, das sich „Yoga for Happiness“ nennt (habe ich ausprobiert, es macht wirklich glücklich). Dazu kommen noch diverse Anwendungen und Massagen und ein wachsendes Angebot an Workshops und Events. Das finde ich ja mit am interessantesten, wenn ein neues Yogastudio eröffnet: Welche Klassen werden von welchen Lehrern angeboten und wohin entwickelt sich das weitere Programm und das Studio an sich inklusive seiner BesucherInnen. Weil ich zum Arbeiten wohl noch eine Weile regelmäßig im Lobe Block sein werde, kann ich das ganz gut mit verfolgen – spannend!

Love at first feel.

Ich glaube an Schicksal. Es gibt sicherlich viele Zufälle in der Welt, aber es gibt auch mindestens so viel Vorbestimmtes. Und dazu gehört auch, dass die Agentur, für die ich freiberuflich arbeite, ins Stockwerk über dieses einzigartig-wunderbare, hinreißend-charmante, über alle Maßen attraktive Yogastudio gezogen ist. Sonst hätte ich – ehrlich gesagt – wahrscheinlich niemals einen Fuß hineingesetzt. Weil ich in München wohne und – wenn ich schon mal in Berlin bin – meine Freunde im Süden der Stadt besuche und (als braves Kind vom Lande) den Wedding eher meide (Nadeln!). Aber weil die Vorsehung mich ins YOGA at Lobe Block geschickt hat und weil es Liebe auf den ersten Blick war, habe ich das Studio (also einen der Räume) gleich mal für einen Workshop gemietet: Am 16. Februar 2019 unterrichte ich zum ersten Mal in Berlin (Yeah!) und gebe den Wild Minds in Sweatpants Yoga- und Kreativitäts-Workshop. Zusammen mit der wunderbaren Kathrin Raczeck und vielleicht auch mit ein paar Touris vom Alex. Und wer weiß: Vielleicht sogar mit dir? Ich freu mich jedenfalls schon drauf wie Bolle. Namaste.

Hier findest du das Studio:
YOGA at Lobe Block
Böttgerstr. 16
13357 Berlin
E-Mail: yoga@makesmehappy.de
Instagram: https://www.instagram.com/yogaatlobe/
Facebook: https://www.facebook.com/YOGAatLobe/

Weitere Informationen gibt es auf der Website: www.yogaatlobeblock.de

Fotos: Yogadude (Titel), yoga@makesmehappy.de