Studio-Check – Santoṣa Yoga München

Aller guten Dinge sind drei.

Im Leben eines Mannes gibt es drei Frauen, die wirklich wichtig sind: Zuerst ist da natürlich seine Mutter (meine Mutter liest übrigens immer diesen Blog und freut sich jetzt wahrscheinlich). Dann kommt (in chronologischer Reihenfolge) die Ehefrau/Freundin/Lebensabschnittgefährtin – also bei heterosexuellen Männern. Und irgendwann kommt – als endgültige kleine Herzensbrecherin – vielleicht noch eine Tochter dazu, die einem das letzte bisschen Bezug zur Realität mit einem einzigen Lächeln rauben kann. Ein Mann, der diese drei Frauen in seinem Leben hat, ist ein glücklicher (aber müder) Mann. Und es scheint einen perfekten Plan zu geben, dass diese drei Damen es schaffen, nahezu nahtlos nacheinander mein ganzes Leben durcheinander zu wirbeln, teilweise auch gleichzeitig. Für mich nur einer von vielen Gründen, täglich Yoga zu praktizieren…

Warum in die Ferne schweifen?

Im Leben eines Mannes gibt es auch drei Yogastudios, die wirklich zählen: Das ist zum einen das Studio, in dem er vom Nogi zum Yogi geworden ist, die Schule, die ihn verwandelt hat. In meinem Fall ist das zweifellos Peace Yoga Berlin, wo ich auch heute noch bei jedem Besuch in meiner alten Nachbarschaft auf eine Klasse vorbeischaue. Dann gibt es das Studio, in dem ein Mann „zum Mann“ wird, also yogamäßig aufs nächste Level gelangt. Durch unseren Umzug nach München habe ich das Glück, in Fahrradentfernung zu Patrick Broome Yoga zu leben, wo ich unter anderem gerade in den letzten Zügen meiner Yogalehrerausbildung stecke. Und dann gibt es noch ein drittes wichtiges Yogastudio, und zwar die „Ich gehe noch schnell zum Yoga“-Schule um die Ecke. Und auch hier hat es das Schicksal gut mit mir gemeint, denn mitten in unserem schönen kleinen Stadtteil gibt es ein kleines, aber richtig feines Studio, in dem sogar regelmäßig mein geliebtes Jivamukti Yoga unterrichtet wird: Santoṣa Yoga in München-Giesing.

Wieder was gelernt.

Zum Glück gibt es bei den Yogaschulen (noch) nicht diesen Trend zu beknackten Wortspielen, wie es zum Beispiel bei Friseuren – oder hier in München bei asiatischen Restaurants – der Fall ist. Allerdings gebe ich zu, dass ich nachschauen musste, was Santoṣa (gesprochen: Santoscha!) bedeutet und die Kurzversion lautet „Zufriedenheit/Freude/Glück“. Weil ich regelmäßig dort zum Yoga gehe, kann ich alle drei Bedeutungen des Namens als sinnvoll und richtig bestätigen: Ich bin immer zufrieden/froh/glücklich, wenn ich bei Santoṣa war. Warum? Zum Beispiel, weil das Studio sich nicht auf eine Yogatradition beschränkt, sondern jede Woche mehr als 20 Klassen anbietet, neben Jivamukti eben auch Anusara, Yin Yoga, Vinyasa oder Kinderyogakurse. Die Lehrerinnen, die ich bisher dort erleben durfte, wirkten auf mich übrigens auch stets sehr „santoṣig“, eine von Ihnen war ja so verrückt, mich ihre Sonntagsklasse vertreten zu lassen!

Fakten, Fakten, Fakten.

Ich schätze das Santoṣa nicht nur wegen seiner tollen Yogaklassen oder des netten Personals – auch die Räumlichkeiten tragen ihren Teil bei. Es ist ein eher kleines Studio, im Übungsraum haben aber locker 20 SchülerInnnen auf dem wirklich, wirklich schönen Parkettboden (ja, ich habe einen kleinen Holzfetisch) Platz. Der Empfangsbereich ist schön hell und offen und es duftet immer nach dem leckeren Tee, den man sich beim Warten gönnen kann. Im hinteren Bereich des Studios sind Toiletten und die Umkleide zu finden, alles ist immer tiptop sauber und gemütlich. Wie es sich für ein Yogastudio gehört, ist die Einrichtung eher minimalistisch gehalten und der Übungsraum bekommt von zwei Seiten Tageslicht – optimale Selfie-Bedingungen für Yogablogger, hehe. Neben oben erwähnten Yogaklassen und -kursen gibt es im Santoṣa auch regelmäßig Events und Workshops zu verschiedenen Themen. Ein schönes rundes Programm also für München-Südost.

Drei gute Gründe, hinzugehen.

Ich will das Santoṣa auf gar keinen Fall als rein lokale Alternative für Giesing abstempeln, weil es bei mir quasi vor der Haustür liegt – der Weg dorthin lohnt sich auch von weiter her, durch die Nähe zu U-Bahn, Tram und Bus ist es auch mega-einfach zu erreichen. Hier nochmal die drei Gründe, warum das Studio für mich ein absoluter Gewinner ist:

  1. Der Unterricht ist vielseitig und richtig gut – das ist ja das Wichtigste.
  2. Sie Räumlichkeiten sind groß genug und hell und sauber.
  3. Das Publikum ist mir äußerst sympathisch: nach meiner Erfahrung ist es im Schnitt eher jung und häufiger mit dem Fahrrad als mit dem SUV unterwegs.

Abzüge in der B-Note gibt es lediglich für zwei Kleinigkeiten: Man muss durch den Übungsraum gehen, um Umkleide und Toilette zu erreichen – das kann vor einer Klasse diejenigen nerven, die im Raum etwas runterkommen möchten. Und in der einzigen Umkleide ziehen sich Frauen und Männer gemeinsam um, das macht mir selbst allerdings recht wenig aus. Das Santoṣa ist also auf jeden Fall eine Empfehlung in München, vielleicht sehen wir uns demnächst ja mal da auf der Matte. Mit deiner Mutter, Frau oder Tochter. Namaste.

PS: Ein weiterer Grund, das Studio regelmäßig zu besuchen ist für mich die Tatsache, dass ich Santoṣa mit meiner Urban Sports Club-Mitgliedschaft nutzen kann. Mit dem Code YOGADUDE18 erhältst du bei Urban Sports Club einen Rabatt von einmalig 10,00 Euro auf den ersten Monat M/ L Mitgliedschaft (nur für Neumitglieder und nicht mit anderen Aktionen kombinierbar).

Hier findest du das Studio:
Santoṣa Yoga
Tegernseer Landstraße 98
81539 München
Tel. 0163 5739165
info@santosayoga.de

Weitere Informationen gibt es auf der Website: www.santosayoga.de

Fotos: Santoṣa Yoga

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.