Der Yogadude und sein Penis beim Yoga

Liebesgrüße aus der Yogahose – Warum mein Penis Yoga liebt 

Von Anfang an dein bester Freund.

Sigmund Freud wusste Bescheid: Das Männerleben wird von Anfang an vom Penis bestimmt. Sogar schon vor der Geburt. Sehnsüchtig schauen Mama und (vor allem) Papa bei jeder Ultraschalluntersuchung des Mutterleibs nach einer Delle, die sich als drittes Bein interpretieren lässt. Und nach Verlassen der Fruchtblase ist der kleine Mann bis ans Ende unseres Lebens für uns da. Zum Spielen, Kuscheln und Plaudern – wie ein guter Freund. Da wundert es nicht, dass unser kleiner Yogi auch Einfluss auf unsere Yogapraxis hat. Ob wir wollen oder nicht. Ich habe meinen Lümmel mal gefragt, warum er Yoga so sehr mag wie der Rest von mir. Und hier sind seine Antworten:

„Yoga unterstreicht meine Wichtigkeit.“

Beim Yoga merkt mein Träger, dass ich ganz schön nerven kann, auch wenn er nichts Spezielles mit mir vorhat. Bestimmte Asanas kann mann einfach nicht so gut ausführen, weil ich da schlicht und einfach im Weg bin. Dhanurasana (der Bogen) oder Paschimottanasana (die sitzende Vorwärtsbeuge) zum Beispiel. Es gibt wenige Gründe, warum der weibliche Körper besser geeignet ist für Yoga als der männliche. Das Nichtvorhandensein eines Schwengels gehört aber eindeutig dazu. Glückwunsch, Mädels.

Der Yogadude und sein Penis beim Yoga

„Beim Yoga kann ich mal so richtig abschalten.“

Und zwar so richtig richtig. Beim Üben von Siddhasana kann es nämlich in Einzelfällen passieren, dass mir von der Ferse die Blutzufuhr abgeschnitten wird und ich jegliches Gefühl verliere. Das macht den Rest, der an mir dranhängt, ganz schön nervös, ich finde es aber relativ entspannend und nenne die Haltung gerne auch das „kleine Savasana“. Wird der Druck der Ferse auf die Wurzel des kleinen Schlingels wieder reduziert, kommt das Gefühl übrigens wieder zurück. Gähn.

„Yoga lässt mich Blicke ernten.“

In der Öffentlichkeit führen wir Geschlechtsorgane ja leider ein Schattendasein, versteckt unter Unterhosen und weiteren Schichten Textil. Und auch wenn man Yoga in den seltensten Fällen nackt übt, wird man als Piephahn in der Klasse vergleichsweise oft gesehen. Sei es als deutliche Kontur unter Leggins oder unverhüllt in viel zu weiten Shorts. Hallo, I bims.

„Yoga hilft mir dabei, mich zu amüsieren.“

Ab einem gewissen Alter dient der Penis ja nicht nur zum Wasserlassen, sondern auch für nicht weniger als den Fortbestand der Spezies. Und Yoga macht das Liebemachen noch liebevoller, denn was für den Körper gut ist, kann dem körperlichen Näherkommen nicht schaden. Rrrrrr.

Der Yogadude und sein Penis beim Yoga

„Beim Yoga ist es okay, mal nicht total steif zu sein.“

Ich gebe zu, als Penis hat man es nicht immer leicht, manchmal „steht“ man auch richtig unter Druck. Und das ist für mich ein weiterer Grund, Yoga zu lieben. Denn beim Yoga geht es zwar auch um Körperspannung, aber letztendlich ist das Ziel, zu entspannen und flexibel zu bleiben. I like.

„Durch Yoga kommen wir uns näher.“

Auch wenn sich im Kopf des Mannes fast alles um seinen Johannes dreht, gibt es in den meisten Fällen eine unüberwindbare Distanz. Außer bei Yogis. Die sehen ihren kleinen Freund nämlich auch mal von unten oder aus der Nähe. Bei den Vorwärtsbeugen zum Beispiel oder bei Karnapidasana. Angeblich soll es 0,25% aller Männer sogar gelingen, ihr Würstchen selbst in den Mund nehmen zu können. Warum auch immer.

„Yoga verhilft mir zu wahrer Größe.“

Yoga kann die Welt retten. Und ganz nebenbei noch den besten Freund des Mannes wachsen lassen. Mit ein paar Übungen jeden Tag werde ich also noch größer als ich es ohnehin schon bin. Okay, man soll vielleicht nicht alles glauben, was im Internet steht. LOL.

Der Yogadude und sein Penis beim Yoga

Penis gut, alles gut.

Der kleine Mann findet es also richtig gut, wenn der große Mann sich auf der Matte räkelt. Schön, oder? An dieser Stelle noch einmal vielen Dank für das ungewöhnliche Interview und die spannenden Antworten. Und auch wenn wir Jungs anatomisch etwas benachteiligt sind (Spagat kann tödlich sein!), gibt es damit nur noch einen weiteren Grund, Yoga zu praktizieren. Denn wenn untenrum alles gut ist, gibt es obenrum weniger Probleme. Zum Denken sollte man als Mann nur in Notfällen nicht das Gehirn benutzen. Wenn es um Intuition geht, muss aber nicht unbedingt das Bauchgefühl richtig sein: Denn wenn der Penis Yoga mag, ist es ausnahmsweise mal okay, auf ihn zu hören und zum Yoga zu gehen. Namaste.

PS: Das nette T-Shirt, das ich auf den Bildern trage, gibt es jetzt im YOGADUDE Online-Shop – auch für Leute ohne Penis.

 

Fotos: Liza Meinhof