Jubeljahresrückblick 2017 – meine persönliche YOGADUDE Top 10

Uff. Schnauf. Keuch.

Am Ende des Jahres hat man ja endlich mal Zeit, sich hinzusetzen und zu reflektieren, was die letzten zwölf Monate so abgegangen ist. Das läuft bei mir jedes Jahr eigentlich immer so ab: Es waren 365 Tage Familie, Yoga, Blog, Arbeit, Konzerte, Umzüge, Reisen, Pi, Pa und Po – also mal wieder ganz schön viel Programm für 52 Kalenderwochen. Und jedes Jahr nehme ich mir vor, das im folgenden Jahr endlich zu ändern und halblang zu machen. Was mir ebenfalls jedes Jahr einfach nicht gelingen will. Höher, schneller, weiter, mehr – irgendwie will ich so viel machen und für so viele Menschen da sein. Das lässt sich dann manchmal nur schwer in die 8766 Stunden reinquetschen, die so ein lächerlich kurzes Erdenjahr hat.

(K)ein Jahr der Superlative.

2016 war beim YOGADUDE schon ein krasses Jahr: Neben Job- und Wohnortwechsel musste ich unbedingt auch noch diesen Blog hier mehr oder weniger aus dem Boden stampfen. Am Ende des letzten Jahres war ich entsprechend ein wenig ausgepowert und habe mir – wie immer – gelobt in 2017 etwas kürzer zu treten (ich bin ja immerhin 40 geworden und habe zwei Kinder). Und irgendwas muss wohl mit mir passiert sein, denn es hat tatsächliche endlich mal geklappt! 2017 war – obwohl es auf den ersten Blick nicht so wirken mag – fast schon ein gechilltes Jahr für mich. Wunderbare Dinge sind geschehen und ich habe mir endlich mal Zeit genommen, das Leben zu genießen. Zum Beispiel Elternzeit nach der Geburt unserer Tochter im Juni. Oder Zeit für die Yogalehrerausbildung und einen extralangen Familienurlaub in Portugal. Ja, ich hatte schon stressigere Jahre. Es gab zum Beispiel mal den Fall, dass ich kurz vor Weihnachten von der Arbeit in Berlin zu meiner Frau nach Karlsruhe flog und im Flieger angefangen habe, relativ unkontrolliert meine Emotionen in mein Bier tröpfeln zu lassen. Im Gegensatz zu diesem furchtbaren Power-Business-Rollkofferjahr (2013?) war 2017 ein Ponyhof mit Wasserrutsche und Zuckerwatte.

Die erfolgreichsten YOGADUDE Instagrams 2017

Ein Blog ist ein Blog ist ein Blog.

Der YOGADUDE Blog ist 2017 zum Glück mein Dauerprojekt geblieben und – auch wenn es eigentlich nur eine Aneinanderreihung von Worten ist – sind der Blog und ich immer noch sehr verliebt ineinander. Und weil mein 40./41. Lebensjahr so ein außergewöhnlich schönes war, habe ich auch viel erlebt und darüber regelmäßig geschrieben:

1. Frostiger Start

Zu Jahresbeginn war mein Hirn wohl irgendwie noch im Leerlauf und ich habe mich bei -4°C zum Snoga auf die Matte gewagt.

2. Glücklicher Sieger

Yoga ist keine Competition und das Bloggen eigentlich auch nicht. Trotzdem wurde der YOGADUDE mit dem Isarnetz Blog Award 2017 geehrt.

3. Nasser Yogi

Mein Element ist das Wasser, war es schon immer. Also lag es nahe, ein abgefahrenes Fotoshooting in und an der Isar zu machen und über ein Leben im Fluss zu schreiben.

4. Krasser Yogi

Dieses Jahr wurde ein Traum für mich war: Ich durfte Jay Buchanan (Rival Sons), einen meiner absoluten Lieblingssänger treffen und 1,5 Stunden lang für den Blog interviewen.

5. Wunderbare Stadt

2017 habe ich zum ersten Mal das Copenhagen Yoga Festival besucht. Dort gab es nicht nur tolle Yogaklassen, sondern auch ganz viele wundervolle Menschen, zum Beispiel die liebe Madhavi von Kaerlighed, die mir unter anderem mein Ticket gesponsert hat. I’ll be back!

6. Sonderbarer Geheimbund

Je länger dieser freizeitorientierte Sommer anhielt, desto absurder wurden die YOGADUDE-Artikel. Wie dieses spezielle Stück Literatur über Yoga im Friseursalon.

7. Guter Freund

Ja, ich habe tatsächlich meinen Penis zum Thema Yoga interviewt. Er kennt sich aus.

8. Gesunde Erkenntnis

Irgendwann macht es bei jedem Yogi mal „Klick“ und er kapiert, dass der Fuß nicht zwingend die ganze Zeit hinter dem Ohr liegen muss. Bei mir hat es etwas gedauert, bis ich verstand, dass Yoga kein Kunstturnen ist.

9. Fleißiger Schüler

Bei allem Klamauk und bunten Leggings meine ich es ziemlich ernst mit dem Yoga. Darum habe ich im November auch meine Ausbildung zum Yogalehrer begonnen.

10. Krasser Monat

Ebenfalls ziemlich ernst war es mir mit meiner eigenen Praxis: Seit dem #yovember 2017 ziehe ich es durch und bin täglich auf der Matte.

Danke! Danke! Danke!

Außer den oben genannten Artikeln habe ich natürlich noch viel, viel mehr erlebt und geschrieben in diesem Jahr. Und die Tatsache, dass es sich nicht stressig angefühlt hat, ist für mich ein Zeichen dafür, dass ich etwas gefunden habe, das mich erfüllt und das mir Spaß macht. Der Blog ist zwar relativ zeitaufwändig, für mich als Familienvater mit kleinen Kindern aber nach wie vor ein Hobby, von dem ich (noch) nicht leben kann. Umso mehr genieße ich das Privileg, „mein Ding“ machen zu können. Und ich weiß, dass es nicht möglich wäre ohne die Unterstützung von so vielen lieben Menschen. An allererster Stelle ist das meine Frau Liza, die sich nicht nur langsam aber sicher zur semiprofessionellen Fotografin entwickelt, sondern auch schreiende Kinder aus meiner Umgebung schafft, wenn ich dringend Ruhe zum Schreiben brauche. Ach so – und natürlich liest sie jeden Artikel so lange Korrektur, bis er auch halbwegs Sinn macht. Ohne sie würde das ganze hier nicht funktionieren und irgendwie schafft sie es jede Woche, mich mehr als vorteilhaft abzulichten. Ich hoffe, ich kann ihr das irgendwann irgendwie zurückgeben. Ebenso wichtig wie die Chemie in der Zentrale unseres kleinen Blogger-Imperiums sind aber die Leute um uns herum: Diejenigen, die uns persönlich Mut machen und helfen, besser zu werden. Und natürlich alle, die unsere Artikel lesen und uns auf Facebook und Instagram folgen. Ohne euch wäre ich nur ein Typ mit einem Traum, mit euch bin ich einer, der seinen Traum lebt. Namaste.

PS: Jetzt habe ich zum Jahresende doch wieder etwas Pipi im Auge.

 

Fotos: Liza „Wolfmother“ Meinhof

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