Yogadude beim FeetUp Teacher Training in München

Upside down – Mein FeetUp Teacher Training in München 2018

Heart over Head.

Als ich im Mai mein Yoga Teacher Training bei Patrick Broome abschloss, stand ich vor einer wichtigen Entscheidung: Mache ich gleich weiter mit der Anschlussausbildung bei Patrick oder unterrichte ich erst mal und bilde mich im Laufe der Zeit individuell weiter. Ich habe mich für Letzteres entschieden. In erster Linie, weil ich ein „Praxislerner“ bin und jetzt ganz viel unterrichten will. Außerdem kann ich mir auf diesem Wege die Rosinen aus der Masse an Yogalehrerkursen, -workshops und -weiterbildungen heraussuchen und (wie immer) mein eigenes Ding machen. Nach einem langen Sommer voller Yogaunterricht war vergangenes Wochenende endlich die Zeit gekommen, mein Yogawissen zu erweitern: Das FeetUp® Teacher Training stand auf dem Programm. Den praktischen FeetUp®-Hocker benutze ich ja schon länger, nun wollte ich herausfinden, wie ich das Teil sinnvoll in meinen Unterricht integrieren kann. Bisher habe ich das nur sporadisch als Alternative zum Kopfstand gemacht, aber ich wusste natürlich, dass in diesen 4,5 kg Buchenholz noch mehr für meine SchülerInnen und mich drin ist.

Yogadude beim FeetUp Teacher Training in München
© Simon Toplak | www.simontoplak.com

Change perspective.

Ich muss gestehen, dass ich – zumindest unterschwellig – gewisse Erwartungen an das FeetUp® Teacher Training mitbrachte: Meine Yogalehrerausbildung war ja ein emotional und spirituell äußerst intensiver Prozess und sooo lange her ist das Ganze ja noch gar nicht. Also ging ich irgendwie davon aus, dass mich bei der FeetUp®-Schulung zumindest etwas Ähnliches erwarten würde. Aber da wurde ich gleich anfangs eines Besseren belehrt. Bei der wirklich witzigen Kennenlernrunde (und ich HASSE Kennenlernrunden eigentlich) stellte sich heraus, dass der Yogalehreranteil unter den Teilnehmern relativ gering war. Dafür war fast alles andere vertreten, von der Pole-Dance-Lehrerin bis hin zur Psychomotoriktherapeutin (was für mich schon wieder irgendwie nach Fear and Loathing in Las Vegas klang). Sogar zwei weitere Männer (Freaks!) waren für die dreitägige Schulung mit Lehrerin Lea Zubak angereist, wobei sie zugeben mussten, dass diese mehr oder weniger ihre Frauen begleiteten und mit einem „schönen Wochenend-Trip“ geködert wurden. Ich fand es auf jeden Fall schön und am ersten Tag ging es auch gleich schon zur Sache. Zuerst gab es natürlich ein wenig Hintergrund-Know-how zu Produkt und Marke. Anschließend ging es auf die Matte bzw. auf das, was auf der Matte stand: Den FeetUp „Kopfstand“-Hocker, auf dem wir gleich mal alles Mögliche gemacht haben. Außer einem Kopfstand, denn eigentlich ist das Gerät dafür gar nicht geeignet. Eher aber für eine sichere Kopfstand-Variante auf Schultern und Händen, die sich „FeetUp®-Asana“ nennt und die mindestens genau so viel Spaß macht.

Yogadude beim FeetUp Teacher Training in München
© Simon Toplak | www.simontoplak.com

Alles außer Kopfstand.

Wenn man (wie ich) mit dem Bild vom „Kopfstand-Hocker“ ins Feetup® Teacher Training gegangen ist, wurde man gnadenlos enttäuscht. Man kann zwar rein theoretisch (und auch praktisch, ich hab’s natürlich ausprobiert) einen Kopfstand auf dem Hocker praktizieren, es ist aber nicht wirklich eine gute Idee, weil er, wie gesagt, dafür eigentlich überhaupt nicht konzipiert wurde. Darum heißt die klassische Umkehrhaltung auf den Schultern und Händen auch „FeetUp-Asana“. Der Kopf kann hier ja frei schwingen, was die Halswirbelsäule ganz besonders mag. Außer den Umkehrungen gab es im Laufe der drei Tage noch mal ganz viel Input zu anderen Asanas, Assists und Unterrichtsgestaltung. Besonders schön fand ich alle Partnerübungen – vor allem, weil man sich als Übender auf einmal richtig weit aus der Komfortzone bewegen kann, ohne in Angst zu leben. Kleiner Spoiler: Wer sich fragt, ob der FeetUp® beim Praktizieren umkippen kann – so lange er nicht am Boden festgeschraubt ist, schon. Aber man muss sich schon richtig anstrengen, um das Hockerchen umzulegen. Ich habe es jedenfalls nicht geschafft.

Yogadude beim FeetUp Teacher Training in München
© Simon Toplak | www.simontoplak.com

Sunny Side up.

Außer gute Laune und Geräteturnen gab es aber noch weit mehr beim FeetUp®-Wochenende in München. Highlights waren für mich zum Beispiel die Aussage einer teilnehmenden Hebamme, dass die Position kopfüber im FeetUp® stark an die Geburt aus Sicht eines Kindes erinnert. Und das stimmt natürlich, irgendwie gibt das dem Hocker aus Buchenholz dann doch eine gewisse spirituelle Komponente. Außerdem konnte ich ein tolles neues Wort in mein Vokabular aufnehmen: „Flointen“. Wenn die Füße geflext, aber die Zehen dabei angehoben sind, sind die Füße eben geflointet. Inspiriert von dieser wunderbaren Wortkreation habe ich mich bei der Gruppenaufgabe, bei der man einen eigenen Flow oder eine Sequenz mit dem FeetUp® kreieren durfte, für eine „Floquenz“ entschieden. Was man den Veranstaltern des Teacher Trainings ebenfalls hoch anrechnen muss: Es war keine reine Verkaufsveranstaltung. Ja, man hat als Lehrer natürlich vergünstigte Konditionen und so weiter. Aber im Endeffekt ging es wirklich drei Tage darum, einen Zugang zum und sicheren Umgang mit dem FeetUp® zu finden. Werbe-Profis wie ich wissen, dass das der bessere Weg ist, ein Produkt an den Mann und die Frau zu bringen. Bei mir hat es jedenfalls funktioniert.

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© Simon Toplak | www.simontoplak.com

The Sky is the Limit.

Ein Teacher Training steht und fällt ja – genau wie eine Mathematikklasse in der Grundschule – mit dem/der Lehrer/in. Und da waren wir zum Glück bestens versorgt, Lea Zubak hat uns mit einer Mischung aus strahlend guter Laune und hanseatischer Strenge alle super gut durch Wochenende gebracht. Obwohl wir ein wirklich bunt gemischter Haufen aus Yogalehrern, Therapeuten, Ehemännern und vielem mehr waren, hat sie jeden einzelnen von uns individuell abgeholt und konnte jede Frage direkt beantworten. Und so vielseitig wie unsere Gruppe an dem Wochenende war, so vielseitig hat sich auch der FeetUp® gezeigt: Im Prinzip lässt er sich bei fast jeder Asana entweder als Hilfsmittel oder aber als zusätzliche Herausforderung einsetzen. Und als Lehrer muss man am Ende gar nicht groß umdenken, außer dass da eben noch „jemand“ mit auf der Matte der SchülerInnen steht. Ich habe den FeetUp® bisher lediglich für den Kopfstand-Ersatz in meinen Klassen eingesetzt, dabei kann er so viel mehr. Und wie nach meinem Yoga Teacher Training heißt es jetzt für mich erst mal Üben, Üben, Üben. Falls ich mich im Oktober 2019 dann bereit fühle, gönne ich mir vielleicht auch das erste „Advanced Teacher Training“ mit dem FeetUp®. Bis dahin gibt’s in meinen Klassen aber auf jeden Fall schon mal ganz viele FeetUp®-Asanas. Namaste.

Yogadude beim FeetUp Teacher Training in München
© Simon Toplak | www.simontoplak.com

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Fotos: Simon Toplak www.simontoplak.com

Hinweis: Dieser Artikel wurde zwar nicht Hals über Kopf verfasst, aber in sehr angenehmer Zusammenarbeit mit den netten Leuten von Freigeist Products. Es handelt sich also um Werbung.

 

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