Event-Tipp: Die Lange Nacht des Yoga

Was geht ab?

Am Samstag, den 24. Juni findet in acht Städten Deutschlands wieder die Lange Nacht des Yoga statt. Wobei „lange Nacht“ für einen Ex-Berliner wie mich etwas irreführend ist: Aber immerhin von 17 bis 23 Uhr kann in 162 Yogalocations die Vielfalt von Yoga erlebt werden, das einmal gekaufte Einlassbändchen gibt die „Lizenz zum Yogen“. Das Konzept erinnert an die beliebten Kneipennächte in baden-württembergischen Kleinstädten, bei denen ich mir mit der Gitarre das Studium finanziert habe: Bändchen, Bus, Bar und Bier. Nur eben ohne Bus und Bar und Bier, dafür mit ganz viel Asanas und Meditation. Auch geil!

Eine gute Sache.

Für dieses Jahr habe ich mir fest vorgenommen, an der Yoganacht in München teilzunehmen. Und deshalb habe ich vorab ein paar Worte mit Claudia Brammen gewechselt, der Vorständin des Yoga für alle e.V., der die Yoganacht organisiert. Was im Gespräch der Fokus war und in der Außenwahrnehmung der Yoganächte leider untergeht: Die Yoganacht ist in erster Linie ein Charity-Projekt. Bisher dachte ich immer, es ist ein „Wir Yogis sind auch cool und machen was am Samstagabend“-Ding. Aber weit gefehlt, die Erlöse der LNDY (coole Abkürzung für faule Blogger, nicht verwechseln mit NYPD Blue) gehen komplett an Leute, die nicht mit Entscheidungsschwierigkeiten bei der nächsten Funktions-Leggings für 150 Euro kämpfen, sondern richtige Probleme haben. So hat Yoga für alle e.V. aus den Erlösen der Yoganacht 2016 rund 100 Yogastunden für Menschen mit psychischen Erkrankungen, Yoga im Frauenhaus, für Geflüchtete, für Trauernde und für Menschen mit Essstörungen organisiert und finanziert.

Nimm Yoga, gib Yoga.

In diesem Jahr ist das keinen Deut anders. Unter dem Motto „Nimm Yoga, gib Yoga“ werden wieder Spenden gesammelt und in Form von Yogaunterricht in gemeinnützigen Einrichtungen weitergegeben. Das finde ich sehr yogisch, da bin ich gerne dabei. Denn da können die Biernächte in Calw, Offenburg und Sigmaringen leider nicht mithalten, da tut man höchstens der lokalen Brauerei was Gutes. Seit Mitte Mai sind die Einlassbändchen für die Yoganacht bei den meisten teilnehmenden Studios und bei ausgesuchten Vorverkaufsstellen in den Städten für 15 Euro erhältlich. Und mit den OOOMM-Bändchen lassen sich dann alle Angebote der Yoganacht nutzen, quasi im Free Flow ohne vorherige Anmeldung.

Das ganze Programm.

Die Lange Nacht des Yoga ist eine tolle Möglichkeit, in  HamburgMünchenBerlinZürichBochumBremenSchwerin und auf Sylt Yoga auszuprobieren und Neues kennen zu lernen. Es gibt sportliches Yoga, eher ruhiges Yoga, Meditation, Entspannung, Yoga-Tanz, Lachyoga, Yoga für Kinder, Yoga für Menschen im Rollstuhl, Yoga im Tuch. Für jeden ist etwas dabei, es gibt auch Schnupperstunden für Menschen aller Altersklassen, Yoga-Begeisterte, Yoga-EinsteigerInnen, Sportliche, Unsportliche, Dicke, Dünne, Bewegliche, Unbewegliche – Yoga für alle eben. So wie eigentlich immer. Nur noch sozialer. In Zeiten wie diesen also noch unterstützendswerter. Namaste. 

 

Foto: Yoga für alle e.V. / Felix Krammer

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