Einfach heiß: 7 Yoga-Tipps für die Sommerhitze.

Angst, Hass, Titten und der Wetterbericht.

Als ich heute Morgen den Blick auf die Wettervorhersage geworfen habe, wurde mir klar, dass endlich wieder diese Affenhitze unseren Kontinent peinigt: 32°C im Schatten waren angesagt, eine Temperatur bei der das Verspeisen eines Eisbechers ein Rennen gegen die Zeit ist (Profi-Tipp: Löffel vorkühlen). Vor dem Weg zum Kindergarten habe ich unseren Sohn präventiv in kurze Klamotten gepackt (wegen Schwitzen) und mit einer daumendicken Schicht Sunblocker überzogen (wegen Tumorbildung, Faltenbildung und sozialer Ächtung). Auf dem Rückweg von der Kinderverwahrung kam mir – schwitzend auf dem Fahrrad – eine geniale Idee: Gegen die verdammte Hitze muss doch Yoga helfen. Das hilft doch immer.

Dieser Artikel schreibt sich quasi von selbst.

Ein schönes Thema für den YOGADUDE: Männer schwitzen, auch beim Yoga. Also ist das mega-relevant und super zeitgeistig. Und sicher so auch schon ein paar Mal geschrieben worden. Also wollte ich das zuhause schnell googlen und – aufbauend auf den Ergebnissen – einen kleinen Beitrag erstellen. Getreu dem alten Motto „Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht“. Hehe! Jedoch musste ich bei der Recherche feststellen: Es gibt keine eindeutige Meinung zum Thema. Die einen empfehlen dies, die anderen lieber das. Wo soll ich denn jetzt abschreiben? Oje, oje.

Die ultimativen Hitze-Yoga-Tipps. Vielleicht.

Wenn man schon ohne Rekordhitze (selbst die Autobahnen sind im Lauf des Tages geschmolzen) beim Yoga hart transperiert – wie soll dann schweißtreibende Asana-Praxis helfen, das Problem zu lindern? Es gibt ja Leute, die sagen, man soll bei dem Wetter heißen Tee trinken und warm duschen und das ist sicherlich wissenschaftlich erwiesen. Meiner Meinung nach aber totaler Quatsch. Deshalb glaube ich nicht, dass gezieltes Üben alleine ausreicht, besser mit den hohen Temperaturen klar zu kommen und habe meine eigenen Tipps für Sommeryoga jenseits der 30 Grad – das kannst du tun, um bei diesem Wetter ein guter Yogi zu sein:

  1. Klimaanlagen-Yoga

In einem klimatisierten Raum zu üben, liegt natürlich auf der Hand. Ist aber beim Yoga irgendwie sowas wie Doping im Sport und damit keine echte Herausforderung. Und auch nicht unbedingt das Grüne vom Ei, was die Klimabilanz betrifft. Außer… man rollt seine Matte da aus, wo sowieso schon eine Aircondition läuft. Meine persönliche Top 3 hierfür: Der Eingangsbereich von Karstadt, direkt vor der Theke beim Metzger oder der Großraumwagen im ICE (falls die Klima dort ausnahmsweise funktioniert).

  1. Hot Yoga

Hot Yoga wird in einem auf eine absurd hohe Temperatur aufgeheizten Raum geübt. Schon wenn ich daran denke, bekomme ich Kreislauf, deshalb habe ich das noch nie gemacht. Aber vielleicht ist einer der heißesten Tage des Jahres eine Chance, sich beim Hot Yoga etwas abzukühlen. Wenn die Trainingstemperatur im Raum unter den Außenwerten liegt, sollte das (zumindest gefühlt) klappen.

Auch schön kühl: Yoga in der Tiefgarage.
Auch schön kühl: Yoga in der Tiefgarage.
  1. Nackt-Yoga

Das gibt es ja tatsächlich schon, angeblich sind diese Nudistengruppen oft ein Vorwand, um miteinander rumzumachen und das kühlt nun wirklich nicht ab. Aber der Grundgedanke macht Sinn: Weniger Textil, weniger aufgestaute Körperwärme. Logisch. Vielleicht einfach mal (im Yogastudio) probieren und abwarten, was passiert.

  1. Nacht-Yoga

Nacht-Yoga hat gleich mehrere Vorteile. Zwischen 3:00 und 5:00 ist die Nacht am kältesten und man kann sich beim Yoga so richtig auspowern, ohne mit der Matte zu einem Klumpen zu verschmelzen. Das geht dann gerne auch nackt, stört ja auch niemanden. Oder auf der Straße, da sollte um die Uhrzeit ja wenig los sein. Sicherheitshalber aber besser irgendwo ein paar Reflektoren befestigen oder eine Stirnlampe („das dritte LED-Auge“) tragen.

  1. Snoga

Der große Luxus des Bayern: Große Biergläser (kühlt ungemein) und die Nähe zu den Alpen. Und dort liegt zum Teil auch im Sommer noch Schnee auf den Gipfeln. Also ab ins Auto und auf den nächsten Gipfel – eine Runde Snoga kühlt dich sicher gleich ab.

  1. Unterwasser-Yoga

Das kennt man ja von Instagram, gerne wird Unterwasser-Yoga in einem Meerjungfrauen-ähnlichen Outift praktiziert (das fehlt mir gerade noch). Ob mit oder ohne Schuppen-Leggings: Asanas unter Wasser sollten auf jeden Fall etwas Abkühlung bringen, wenn das Thermometer sich nach oben verabschiedet. Für Anfänger vielleicht im Kinderbecken im Freibad. Und aufgepasst: Den Kopfstand nicht zu lange üben!

  1. Gar kein Yoga

Okay, das war wieder etwas klamaukig, muss an der Hitze liegen: Man braucht auch nicht bei jedem Wetter Yoga praktizieren. Manchmal ist es einfach zu heiß und der Kreislauf verzeiht auch nicht alles. Also warum nicht mal eine Yogastunde ausfallen lassen (sorry, Yogalehrerfreunde) und ins Freibad gehen oder ein Eis essen? Letzteres geht ja auch zumindest im Lotussitz? Ich hol jetzt den Kleinen vom Kindergarten und wir machen genau das. Namaste.

 

Die Bilder sind von der hitzebeständigen Liza Meinhof.