Das machen Yogablogger, wenn sie unter sich sind

Yogadude deckt auf

Diese Woche war ich auf meiner ersten Blogger-Reise und bin noch immer ganz aufgeregt: Noch vor dem ersten Geburtstag von Yogadu.de durfte ich zusammen mit drei anderen, „richtigen“ Bloggerinnen nach Südtirol fahren und das Yoga-Angebot eines Hotels auf Familientauglichkeit testen. Und weil ich immer noch recht neu im Bloggeschäft bin, war ich gespannt darauf, wie die anderen Autoren sich im beruflichen Urlaub verhalten. Im Stile einer schmierigen Magazinsendung eines drittklassigen Privatsenders habe ich knallhart recherchiert, jede Bewegung verfolgt und alles punktgenau dokumentiert. Meine Erfahrungen im Blogger-Retreat waren schockierend – was Yogablogger tun, wenn sie sich unbeobachtet fühlen, ist einfach unverzeihlich. 

Saufen

… und zwar nicht irgendeinen Fusel, sondern lokal angebauten Edelstoff. Und obwohl niemand je gesagt hat, dass Yoga und Wein sich gegenseitig im Weg stehen, ist das mega-unprofessionell. Hoffentlich haben sie es bei der 8:00-Yogaklasse am nächsten Tag (auch) bereut.

Fressen

Nicht nur viel, sondern auch Fleisch (immerhin nicht während der Yogaklasse)! Trotzdem ist der nächste Shitstorm doch schon vorprogrammiert. Drei, zwei, eins…

Beim Yoga lachen und quatschen

… das verstößt eindeutig gegen die „Yetiquette“ und ist so rücksichtslos den anderen Yogis gegenüber! (Okay, es war eine Privatklasse exklusiv für die Blogger-Gruppe, aber egal). Ein Skandal!

Beim Yoga schummeln und Asanas auslassen

… vielleicht, weil sie körperliche Probleme haben oder von zwei Yogaklassen täglich ganz schön platt sind. Das geht einfach gar nicht. Haben die denn nicht verstanden, dass es beim Yoga um Leistungsdruck und Konkurrenzkampf geht? 

Überall Fotos machen

… typisch Blogger: Ständig und überall Fotos machen und auf Facebook, Instagram und Co. posten. Mega-nervig! Meine Instagrams vom Südtirol-Trip gibt es übrigens hier, ich freue mich über eure Likes.

Ständig aufs Handy gucken

… weil man wissen will, wie das letzte Selfie aus der Yogaklasse performt. Unverzeihlich und respektlos.

Und weil das nicht genügt:

Sich austauschen und Tipps geben

… es ist ja nicht so oft, dass ein paar von uns so viel Zeit miteinander verbringen.

 Sich gut unterhalten und zusammen lachen

… denn irgendwie liegt man ja doch auf eine Wellenlänge. 

Zusammen eine tolle Erfahrung machen

… die alleine bestimmt nicht so intensiv gewesen wäre.

Verstehen und diskutieren, worum es beim Yoga geht

… fünf Yogis, fünf Standpunkte – gut dass wir geredet haben.

Schon auf der gemeinsamen Heimfahrt sehnsüchtig zurückdenken

… weil es so schön war. Vielen Dank, liebe Kolleginnen, ihr habt mein „erstes Mal“ zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht.

Heftig & Co.

Okay, der ganze Artikel war natürlich nicht so ernst gemeint (außer das am Ende). Mein knallhartes Urteil nach der Blogger-Reise lautet: Yogablogger sind auch nur Menschen. Das ist an sich nichts Neues, ich wollte es nur noch mal gesagt haben. Niemand muss päpstlicher sein als der Yoga-Papst und jeder hat seinen eigenen Weg Yoga in sein Leben zu integrieren (oder umgekehrt). Und die lieben Leute, die ich auf der Reise kennenlernen durfte, sind genau so gute Bloggerinnen und Yoginis und Menschen wie die Kolleginnen von „Fuck Lucky Go Happy“ und eigentlich alle anderen Yogadudes und -duderinis. Peace and love everywhere. Ich freu mich schon auf das nächste Projekt, dass ich zusammen mit anderen Bloggerinnen oder Bloggern angehen kann. Namaste.

PS: Mit mir in Südtirol unterwegs waren meine Frau und unser Sohn sowie die Bloggerinnen von hippie in the heart, MAKE YOURSELF MOVE und Yogaline. Bei den bösen Verfehlungen schreibe aber in erster Linie von mir selbst, niemand war aber wirklich so schrecklich und hat alle oben genannten Sünden (zeitgleich) begangen.

 

Fotos von Vanessa Matzick (Titel) und Liza Meinhof (Wanderung).

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